12 June 2013

hack, hack, hack...

We need to bring some air into the ground so the roots can breath a little bit. You may have noticed that some of our vegetables have not grown very much...


Official email from Oberfeld (in German)
Liebe GärtnerInnen,
Immer noch ist das Hacken aus meiner Sicht Thema Nummer 1 im Moment. Gar nicht mal nur, um die in diesem Jahr mit Vorsprung wachsenden Wildkräuter im Zaum zu halten, sondern besonders auch, um Luft in den Boden zu bringne. Es gibt leider einige Stellen im Garten, an denen viele Pflanzen sehr verhalten voran kommen. Die Gründe sehe ich in den nassen, kalten Wochen. Ohne Wasser geht zwar auch nichts voran, aber ohne Luft eben auch nicht. Die Pflanzenwurzeln brauchen Luft zum Atmen und viele der wichtigen Mikroorganismen, die dabei helfen, dass Nährstoffe verfügbar sind ebenso. Besonders im Frühling wird natürlicherweise aus Humus Stickstoff mobilisiert. Dazu braucht es Wärme, Wasser und Luft. Mit der Wärme ist es besser geworden, aber die Luft fehlt zum Teil noch. Also: möglichst überall oberflächlich die harte Kruste brechen, die Erde etwas auflockern und das Gießen erstmal sein lassen, denn dadurch wird die Oberfläche nur wieder fest. Wasser ist wirklich genug da. Lieber die Erde nach dem Hacken mit Mulchmaterial abdecken (ganz hinten und vorne an der Straße, aber auch in den gemähten Grünstreifen findet man noch etwas) Dann trifft Regen nicht mehr direkt auf den Boden und macht auch die Erde nicht mehr so hart. Durch das Hacken habe ich die Hoffnung, dass die Pflänzchen auch dort, wo das Wachstum ins Stocken geraten ist wieder in Gang kommt. Beim Hacken können auch gleich noch manche Kartoffeln und der Lauch angehäufelt werden.
Ernte: Der Kopf- und Bataviasalat gerät zum Teil bald ins Schießen und sollte geerntet werden. Auch beim Pflücksalat kann man sich vielfach bedienen. Die Fenchelknollen sind bald soweit, auch diese geraten ins Schießen, wenn man zu lange mit der Ernte wartet. Beim Stielmangold zwischen den Salatpflanzen  können immer die äußeren Stiele abgebrochen oder abgeschnitten werden, dann wächst er innen weiter. Beim Brokkoli haben wir dieses Jahr eine samenfeste Sorte, keine Hybride. Hybridsorten sind Kunstprodukte. Man kann diese Pflanzen nicht nachbauen, d. h. nicht einfach Samen ernten und wieder aussäen, um wieder die gleiche Sorte zu erhalten sondern es entsteht beim Nachbau eine wilde Mischung von Pflanzen. Hybridsaatgut muss jedes Mal neu "hergestellt" werden, indem kontrolliert eine definierte Elternlinie mit einer anderen gekreuzt wird. Um unsere Abhängigkeiten von konventionellen Züchtungsunternehmen zu verringern habe ich dieses Jahr versuchsweise die samenfeste Sorte ausgewählt. Sie macht jedoch nicht wie gewohnt große Brokkolistrünke, sondern eher viele kleine, genau weiß ich auch noch nicht, wie sich die Sorte verhalten wird. Man kann jetzt vielfach schon kleine Röschen finden. Ich würde empfehlen, diese schon zu ernten, da sie sonst in die Blüte schießen werden und auf ein weiteres Verzweigen der Pflanze mit weiteren Früchten setzen.
Nach Spinat, Salat und Fenchel entsteht neuer freier Platz, wo noch einiges gepflanzt und gesät werden kann:
Kohlrabi, Salat, Fenchel, Grünkohl, Mangold, Radieschen, einen zweiten Satz Zuckererbsen oder Buschbohnen um den Erntezeitraum zu verlängern, weitere Möhren, Mais....

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